Cocktails mit Rum

Rum ist weltweit eine der größten Spirituosen und genießt einen hohen Bekanntheitsgrad. Bevor man aber in den Genuss einer guten Flasche Rum oder eines leckeren Rum-Cocktails kommt, braucht es viel Leidenschaft, Erfahrung und Geduld. So entsteht ein unvergleichliches Geschmackserlebnis.

Als Alexander der Große im 4. Jh. v. Chr. als erster Europäer die Zuckerrohr-Pflanze in Indien entdeckte, hätte er sich nicht erträumen lassen, dass dieses süße Gewächs, das ihren Ursprung in Neuguinea hat, einmal diese Ausbreitung rund um den Globus erreichen würde. Christopher Columbus hatte einen großen Anteil daran, da er 1493 die Pflanze in die Karibik mitbrachte.

Innerhalb kürzester Zeit wurde Zucker, der aus dem Zuckerrohr gewonnen wurde, zu einem wichtigen Handelsgut. Die als Nebenprodukt der Zuckerherstellung entstandene Melasse wurde anfangs als Nahrung für Sklaven und Tiere verwendet. Erst nachdem man nach Zugabe von Wasser bemerkte, dass man die Melasse als Grundlage zur Herstellung von Destillaten nutzen konnte, war die Geburtsstunde des Rums gekommen.

Am Anfang war das Zuckerrohr

Zuckerrohr gehört zu der Familie der Süßgräser und wächst sehr schnell. Mit einem Zuckeranteil von durchschnittlich 9% eignet es sich hervorragend als Zuckerlieferant.

Nach der Ernte wird der frisch gepresste Zuckerrohrsaft zu Zucker weiterverarbeitet. Neben dem kristallisierten Zucker bleibt Melasse zurück, welche mit ca. 55% Zuckeranteil als Basis für viele Rumsorten verwendet wird.

Die Verwandlung zum Rum

Nach Zugabe von Wasser und meist speziell gezüchteten Hefen beginnt die Fermentation. Dies ist ein sehr wichtiger Vorgang, denn nicht nur die verwendete Hefe ist für die spätere Geschmacksvielfalt mit verantwortlich, auch die Dauer der alkoholischen Gärung entscheidet darüber. Je länger diese dauert, desto intensiver können sich typische Aromen entfalten. Bei der anschließenden Destillation werden zwei Arten verwendet: für einen leichten Rum, sogenannten „light bodied“, verwendet man ein kontinuierliches Brennverfahren, mit dem eine schnelle und hohe Alkoholausbeute erreicht werden kann. Die traditionelle Pot Still Variante dient für schwere Rumsorten, auch als „heavy bodied“ bezeichnet, die ein diskontinuierliches Brennverfahren bezeichnet. Diese Art der Destillation verspricht einen hohen Anteil an Aromen, Estern und Geschmack im fertigen Rum.

Reifung im Fass

Rum kann direkt nach der Destillation in Flaschen abgefüllt werden. Für viele Jahre kann Rum in Fässern altern und reifen, bevor dieser meist in einem „Blend“ abgefüllt wird. Als Fass werden beispielsweise ehemalige amerikanische Whiskeyfässer aus Eiche verwendet, aber genau so können Sherry-, Wein-, oder Portweinfässer zum Reifen benutzt werden.

Während der Lagerzeit nimmt der Rum im Fass verschiedene Einflüsse aus dem Holz oder der Umgebung auf, die sich im gereiften Rum wiederfinden. Das Fass verliert innerhalb der Lagerzeit an Alkohol, der verdunstet. Somit verstärkt sich das Aroma und der Rum wird immer intensiver und aromatischer.

Der Rum lagert in vielen einzelnen Phasen, denen er seinen typischen Geschmack verdankt. Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass man aus Zuckerrohr eine einzigartige Spirituose wie Rum herstellen kann.

In jeder Flasche Rum steckt die Leidenschaft, Erfahrung und Liebe der Rum-Hersteller. Als Anregung findet Ihr hier die besten Rum Cocktails.

Viel Spaß beim Mixen der Cocktails!

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