Wodka vers. Gin – die Cocktails im Vergleich

Gin- und Wodka-Cocktails im Vergleich

Der Ring ist eröffnet: Wodka gegen Gin. Welcher der beiden Spirituosen-Schwergewichte wird gewinnen? Der reine Klare oder der würzig Feine? Ein spannender Fight. Fans auf beiden Seiten bibbern – und wir starten den Vergleich. Plus: Die besten Gin- und Wodka-Cocktail-Rezepte.

Für James Bond ist die Sache klar: Er trinkt seinen Martini mit Wodka – und mit Gin. So schön vereint ergeben die beiden Schwergewichte einen leckeren Drink.

Meistens kämpfen Gin und Wodka aber darum, wer von beiden der König im Spirituosen-Ring ist. Der reine Klare oder der würzig Feine? Wir lassen sie unter fairen Bedingungen in vier Runden gegeneinander antreten: Historie, Herstellung, Kultur und Besonderheiten. Wer hat die Nase vorn, wer geht k.o.? Der Vergleich!

Plus:Die besten Rezepte mit den beiden Stars.

Round 1: Historie

Gin wurde als Heilmittel gegen Nierenleiden in Holland entwickelt. Zu weltweitem Ruhm gelangte er jedoch erst in der Schlacht um Genever. „The Dutch Courage“ nannten es die Engländer, wenn die Holländer ohne Rücksicht auf Verluste in die Schlacht rannten. Ihre Erklärung für den Wagemut: der Gin, den die Krieger tranken.

Wo der Wodka geboren wurde, ist unklar. Sowohl die Polen, als auch die Russen beanspruchen seine Erfindung für sich. Sicher ist dagegen, dass ihm als Medizin zur äußeren
Anwendung Heilkräfte zugesprochen werden – und natürlich dass er eine der beliebtesten Spirituosen der Welt ist.

Round 2: Herstellung

Erst die perfekte Balance der pflanzlichen Extrakte verleiht dem aus Getreide gewonnenen Alkohol das unverwechselbare Gin Aroma. Auf die Mischung von Wacholderbeeren, Koriander, Angelika, Veilchenwurzel und vieler weiterer Zutaten kommt es also an.

Wodka wird seit jeher aus unterschiedlichen zuckerhaltigen Rohstoffen gebrannt. Getreide, Kartoffeln, aber auch Melasse. Seine charakteristische Klarheit erlangt er allerdings erst durch die mehrfache Destillation und Filterung.

Round 3: Kultur

Als im 17. Jahrhundert in England eine Steuer auf Cognac erhoben wurde, stiegen viele Briten auf Gin um – und verhalfen ihm so zum Aufstieg zur Volksspirituose. Der Gin-Konsum stieg so stark an, dass 20 Jahre später auch die Steuern auf Gin angehoben wurden. Die kleinen Leute konnten sich Gin nicht mehr leisten, aber dafür kam die High Society auf den Geschmack und erhob die Spirituose zum Modegetränk.


Wodka ist in den Völkern Osteuropas tief verwurzelt. Sowohl als eine der größten Steuereinnahmequellen der Staaten, als auch als Lieblingsgetränk bei jedem kleinen und großen Fest. Wodka ist ein fester kultureller Bestandteil. Nastrovje!

Round 4: Besonderheiten


Gin polarisiert: Sein typisches Aroma – feinwürzig und leicht süß – wird entweder heiß geliebt oder verabscheut.


Wodka ist fast geschmacksneutral. Daher ist er so beliebt in gemixten Softdrinks oder Cocktails.

Die Entscheidung

Wodka oder Gin? Wer ist der Sieger?

Der Ringrichter sagt: Ein glasklar-würziges Unentschieden! Denn egal, wie sich die Getränke über die Jahre entwickelt haben, welche Zutaten verwendet werden und wer wann was gerne trinkt – beide haben sich einen festen Platz in jeder Bar erkämpft. Glückwunsch an die Sieger!

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